
Weidenau, 29.08.2010 01:30 Uhr
Die Zukunft der Siegplatte? das ewigwährende Thema im Siegener Städtebau. Bürgermeister Steffen Mues und die Uni Siegen stellten jetzt ein fertiges Modell zur Freilegung der Sieg vor.
Das Forschungsinstitut Wasser und Umwelt der Uni Siegen hat das Sieg-Projekt "Zu neuen Ufern" in einem 90 Quadratmeter großen und 125.000 Kilogramm schweren Modell dargestellt. "Wir haben hier dicke Schichten geschoben", so Dr. Torsten Frank, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungsinstituts. Für die Nachbildung des Sieg-Abschnitts zwischen Apollo-Theater und Reichwalds Ecke waren allein 4000 Arbeitsstunden von studentischen Hilfskräften nötig.
Zusammen mit Bürgermeister Steffen Mues präsentierte man nun diese Woche Simulationen zu den Szenarien der unterschiedlichen Wasserläufe ? von Trockenzeit bis Hochwasser. Das Ergebnis: Wasserwirtschaftlich steht der Umgestaltung nun nichts mehr im Wege. Sowohl Hochwasserschutz als auch die europäischen Wasserrahmenrichtlinie werden eingehalten.
Die Gestaltung der Siegsohle wurde überarbeitet, damit der Flusslauf so natürlich wie möglich ist. Den Lebewesen in der Sieg soll ein Lebensraum geschaffen werden, in dem sie sich ungehindert bewegen können.
Bereits im Frühjahr 2009 reichte die Stadt Siegen unter dem Titel "Zu neuen Ufern" ihre Bewerbung um Aufnahme in die Regionale 2013 ein. Das Strukturförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt alle drei Jahre Ideen, Projekte und Maßnahmen, die die Industrieregion stärken sowie die Naturlandschaften erhalten.
Im Juli erhielt die Stadt Siegen den ersten Stern und damit grünes Licht für die Weiterentwicklung des Projektes "Umgestaltung der Sieg/Einzug der Uni Siegen ins Untere Schloss/Industriemuseum im Ringlokschuppen." Im Herbst desselben Jahres vergab der Regionale Ausschuss dann den zweiten Stern.
Damit hat Siegen gute Chancen in die vorrangige Projektförderung durch das Land NRW aufgenommen zu werden. Fehlt also nur noch der dritte Stern. Bürgermeister Steffen Mues ist aber zuversichtlich: "Ich sehe keinen Grund, warum wir den dritten Stern nicht auch noch erhalten sollten."
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