
Siegerland, 02.02.2011 14:21 Uhr
Viele Fragen, wenige Antworten: Hannelore Kraft blieb den rund 1200 Gästen in der Siegerlandhalle am Montagabend so einiges schuldig. Der Forderungskatalog von Klaus Vetter wog schwer. Wenigstens ein deutliches Bekenntnis zu einem der vielen drängenden Probleme hätte man sich von der Ministerpräsidentin gewünscht.
Stattdessen machte die es sich einfach: Wo es sich anbot – vor allem beim Thema Verkehrsnetz – wurden die Schuldigen woanders gesucht. Wahlweise waren das der Bund, die Hessen oder Vorgänger-Regierungen. Ein „uneingeschränktes Ja“ zur Bundesfernstraße Kreuztal-Hattenbach gab es schon gar nicht.
Kraft verlor sich allzu sehr in Allgemeinplätzen: Bei der Bildung dürfe kein Kind verloren gehen, man müsse ja auch schon bei den Eltern ansetzen. Und bei den Finanzen gebe es „strukturelle Probleme“ – da sei natürlich auch der Bund gefragt.
So blieben die Zuhörer in der Siegerlandhalle nach der kraftlosen Rede der Ministerpräsidentin ratlos zurück. Das war eine verpasste Chance und unbefriedigend.
Tim Plachner
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